Samstag, 24.06.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren

Das Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren vom 22. Juni 2011 (GVBl. S. 93) trat am 1. September 2011 in Kraft. Es ist für alle Halter von Hunden und anderen gefährlichen Tieren von Bedeutung. Die Verwaltungsgemein­schaft Berlstedt informiert hiermit noch einmal über die wichtigsten Inhalte des neuen Gesetzes.

Alle Hunde, unabhängig von Alter, Rasse oder Größe, müssen innerhalb von 6 Monaten mit einem Mikrochip gekennzeichnet werden. Das heißt: jeder Hundehalter muss mit seinem Hund zu einem Tierarzt und seinen Hund dort chippen lassen. Diese Kennzeichnung muss dem Amt Bauverwaltung/ Ordnungs­wesen bekannt gegeben werden. Jeder Hundehalter muss innerhalb von 6 Monaten für seinen Hund eine Haftpflichtversicherung abschließen. Gedeckt werden müssen Personen- und Sachschäden in Höhe von 500.000 Euro und sonstige Schäden in Höhe von 250.000 Euro. Auch der Abschluss einer solchen Versicherung muss der Hundehalter bei dem bereits genannten Amt nachweisen.

Im neuen Gesetz ist eine Rasseliste verankert. Das heißt: Hunde der Rassen Pittbull-Terrier, American Staffordshire-Terrier, Staffordshire-Bullterrier, Bullterrier und deren Kreuzungen untereinander oder mit anderen Rassen, sind als gefähr­liche Hunde einzustufen. Jeder Hundehalter, der einen solchen Hund besitzt, muss laut Gesetz zusätzlich folgende Regeln ausführen und einhalten: Gefährliche Hunde sind innerhalb von 3 Monaten unfruchtbar zu machen, das heißt, jeder Hund der oben genannten Rassen muss mit Eintritt der Geschlechtsreife durch einen Tierarzt kastriert bzw. sterilisiert werden. Des Weiteren müssen diese Hundehalter beim Amt Bauverwaltung/ Ordnungswesen der VG Nordkreis Weimar eine Erlaubnis zum Halten eines gefährlichen Hundes beantragen.

Jedes volljährige Familienmitglied, das den Hund ausführt, muss nachweisen, dass es in der Lage ist, diesen gefährlichen Hund zu führen. Diese Hunde müssen ab dem 1. September 2011 außerhalb der Wohnung bzw. des Grundstückes einen Beißkorb tragen. Abgeleint werden dürfen diese Hunde nur auf gekennzeichneten Hundeauslaufwiesen, wenn diese eingezäunt sind und eine Gefährdung Dritter ausgeschlossen ist. Dies gilt nicht für Hunde bis zur Vollendung des sechsten Lebensmonats. Wer einen solchen Hund hält, muss dies an seinem Grundstück, bzw. an seiner Wohnung durch ein Warnschild kenntlich machen. Bei Wohnungs­wechsel, Besitzerwechsel oder Tod des Hundes muss die Veränderung nachweis­lich der zuständigen Behörde gemeldet werden.

Nicht nur Hundebesitzer sind von dem neuen Gesetz betroffen, sondern auch Halter anderer Tiere. Dabei gelten im Sinne des Gesetzes folgende Tiere als gefähr­lich: Tiere einer wildlebenden Art, die Menschen durch Körperkraft, Gifte oder Verhalten erheblich verletzen können. Dazu zählen Riesenschlangen, giftige Schlangen, Echsen, Kröten, Frösche, Vogelspinnen und Skorpione. Halter dieser Tiere müssen ebenfalls bei der zuständigen Behörde die Sachkunde nachweisen, dass sie in der Lage sind, solche gefährlichen Tiere halten zu dürfen.

 

Hier finden Sie:

Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren vom 22. Juni 2011 (GVBl. S. 93), in Kraft getreten am 1. September 2011 zur PDF Datei

vorläufige Liste gefährlicher Tiere im Sinne des § 3 Abs. 1 Nr. 1 ThürTierGefG zur PDF Datei

häufig gestellte Fragen zum ThürTierGefG zur PDF Datei

Notrufnummern

Allgemeiner Notruf Polizei: 110

Kontaktbereichsbeamter
Berlstedt (Di 14-18 Uhr):
036452 - 71987

Kontaktbereichsbeamter
Buttelstedt (Do 15-18 Uhr):
036451 - 73460

Ärztlicher Bereitschaftsdienst:

Mo / Di / Do 19 – 7 Uhr des Folgetages
Mi und Fr 13 – 7 Uhr des Folgetages
Sa / So / Feiertag 7 – 7 Uhr
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
Zahnärztlicher Wochenendbereitschaftsdienst: 0180 5908077

Allgemeiner Notruf in
lebensbedrohenden Notfällen: 112

 

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