Mittwoch, 23.08.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Weiterer Internetauftritt Stadt Buttelstedt: www.buttelstedt.de

 

Anzahl der Einwohner 1.334 (Stand 30.06.2016)
Grundfläche 1.887 Hektar
Grundfläche bebaut 42,4 Hektar
Bürgermeister Buttelstedt

Herr Tobias Volland

Beigeordnete Claudia Schirrmeister
Ortsbrandmeister Herr Sebastian Oertel
Gemeindeanschrift Markt 14, 99439 Buttelstedt
Telefon 03 64 51 / 6 02 15
Sprechzeit

Dienstag 17.00 - 19.00 Uhr

alle 2 Wochen

Ortsteilbürgermeister Daasdorf Frau Andrea Schwenkenbecher
Ortsteilbürgermeister Nermsdorf Frau Rosel Schirrmeister
Ortsteilbürgermeister Weiden Herr Meinhard Müller

aktuelle Hebesätze seit 2013:

Grundsteuer A

Grundsteuer B

Gewerbesteuer

 

295 v. H.

402 v. H.

383 v. H.


 

Nördlich des Ettersberges, 11 km von Weimar entfernt, liegt an der B85 unsere Kleinstadt Buttelstedt. Der Ort wurde zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als Karl der Große es 768 dem Kloster Husfeld übereignete. Ebenfalls im Jahr 768 wurde ein Dingstuhl errichtet, der dem damaligen Botelstedte (auch Bethalstedt genannt) eine besondere Stellung, denn er war neben Gotha, Thammsbrück und Weißensee einer der vier größten Gerichtsstätten in Thüringen. Noch heute ist dieser Dingstuhl als Kulturdenkmal erhalten. Eine der bekanntesten mittelalterlichen Fernhandelsstraßen, die von Frankfurt am Main über Erfurt, Buttelstedt nach Leipzig führte, war die Via-Regia, auch Königsstraße genannt.

Die wirtschaftliche Bedeutung Buttelstedts wurde durch die Via-Regia gefördert. Die Poststation (Postkutschenwechsel) war ebenfalls in Buttelstedt, und die Jenaer und Weimarer mussten ihre Post hier abholen. Auf Grund der wirtschaftlichen Bedeutung erhielt Buttelstedt 1334 das Marktrecht und 1454 das Stadtrecht. Im 30jährigen Krieg wurde das gesamte Oberdorf mit der berühmten Wallfahrtskirche Sankt Maria durch die kaiserlichen Truppen zerstört.

Auch die napoleonischen Kriege hinterließen Not und Zerstörung Buttelstedt musste erhebliche Kriegskontributionen zahlen. Die Bevölkerung war danach so verarmt, dass die Franzosen ihren Etappenort nach Buttelstedt verlegten.

Die Nikolaikirche, mit ihrem 57 m hohen Turm ein imponierendes Bauwerk, wurde in den Jahren 1486 bis 1566 errichtet. Eine Seltenheit ist die Turmuhr. Sie wurde vermutlich nach dem 30jährigen Krieg eingebaut. Die Uhr schlägt nicht nur 1/4 und 3/ 4 Stunde, sondern beim vollen Stundenschlag, dem 4/4 Schläge vorausgehen, werden noch Sonderschläge zugegeben. Im Raum zwischen Halberstadt und Weimar ist es die einzige noch funktionstüchtige Uhr dieser Art. Unsere Kirche ist die Taufkirche Johann Friedrich Fasch's, der am 15. April 1688 als Sohn des Rektors Friedrich Georg Fasch das Licht der Welt erblickte.

Am 10. Oktober 1713 wurde Johann Ludwig Krebs, Sohn des Kantors Johann Tobias Krebs, in Buttelstedt geboren. Beide waren bekannte Musiker und Komponisten zu ihrer Zeit. Krebs, Schüler Bachs, war ein ausgezeichneter Orgelvirtuose. Zum Kreis der in Buttelstedt gebürtigen Musiker zählt auch Johann Wilhelm Koch. Sein Vater war Seilermeister. Krebs und Bach, mit dem Koch befreundet war, schätzten den späteren Stadtorganisten von Ronneburg sehr. Albert Lortzing ("Zar und Zimmermann") der der Familie Lertzing aus Buttelstedt in Thüringen entstammt.

Am 1. März 1809 wurde in Wien Gustav Steinacker geboren, der von 1858 bis 1877 in Buttelstedt als Pfarrer tätig war. Er war Mitbegründer des Fröbelvereins und errichtete 1859 den ersten Kindergarten in unserer Stadt. Am 7. Juni 1877 verstarb Gustav Steinacker in Buttelstedt und wurde auf dem hiesigen Friedhof begraben. Als Ehre sehen es die Lehrer und Schüler der Grundschule "Gustav Steinacker" an, dieses Grab zu pflegen.

Mit dem Bau der Eisenbahn 1848 von Weißenfels über Weimar nach Erfurt verlor Buttelstedt seine wirtschaftliche Bedeutung. Selbst als 1887 eine Kleinbahn von Weimar über Buttelstedt nach Kleinrudestedt bzw. Rastenberg gebaut wurde, bleib das für das Städtchen ohne wirtschaftliche Auswirkungen. 1894 wurde eine Molkerei und 1907 eine Dampfziegelei errichtet, beide existieren heute nicht mehr.

Auf Anordnung der sowjetischen Besatzungsmacht wurde 1946 die Kleinbahn als Reparation demontiert.

Die Stadt Buttelstedt war Sitz der ehemaligen Verwaltungsgemeinschaft Buttelstedt. Die dadurch gewachsene Infrastruktur ist auf das Zentrum Buttelstedt gerichtet und wurde gezielt ausgebaut. Die Fläche des Einzugsbereiches beträgt 4.754 ha. 1994 wurden die Orte Daasdorf, Nermsdorf und Weiden in die Stadt Buttelstedt eingemeindet. Der Ort ist sehr gut an das öffentliche Verkehrsmittelnetz angebunden.

Neben zahlreichen Unternehmen und Dienstleistungseinrichtungen verfügt Buttelstedt heute über eine Kindertagesstätte, Gymnasium, Regel- und Grundschule.

Das kulturelle und sportliche Leben in Buttelstedt wird durch verschiedene Vereine geprägt.

Am Stadtrand von Buttelstedt, an der B85 in Richtung Kölleda, steht ein besonderes Kulturdenkmal, der Menhir. Er wird im Volksmund auch .. Langer Stein" oder .. Wetzestein" genannt. Dieser senkrecht stehende, 2,80 m hohe, vierkantige, in einer stumpfen Spitze auslaufende, für sein Alter nur geringfügig verwitterte Muschelkalkstein, ist der schönste Menhir Thüringens und schätzungsweise 5000 Jahre alt. Als Bodendenkmal steht er heute unter gesetzlichem Schutz.

Der Drei-Feldherren-Stein ist ein im Jahre 1913 errichteter Sandsteinobelisk, welcher uns daran erinnert, dass die fürstlichen Feldherren Gustav Adolf, Friedrich der Große und Napoleon, die den Lauf der Weltgeschichte mitbestimmten, auf ihren Heereszügen auch das unscheinbare Städtchen an der Scherkonde berührt bzw. gar hier gerastet haben.
Die Krämerbrücke war die ehemals einzige in den Ort führende Verkehrsstraße. Auf der einseitig bebauten Brücke wohnten Schuhmacher, Leinenweber, Klempner, Maurer, Tischler und Fleischer. Zu den Jahrmärkten herrschte reges Markttreiben. Viele auswärtige Händler boten ihre Ware feil.

Im Stadtwappen von Buttelstedt und im Siegel war ursprünglich der Heilige Nikolaus dargestellt, der als Märtyrer und Heiliger seit dem 5. Jahrhundert insbesondere von Reisenden und Kaufleuten als Schutzheiliger angerufen wurde. Seit dem Sieg Ottos I. über die Ungarn am 10. August 955 auf dem Lechfeld wurde in Süd- und Mitteldeutschland der Heilige Laurentius verehrt. Unter den Schutz dieses Heiligen stellte sich auch die Gemeinde Buttelstedt, wie die Änderungen in Wappen und Siegel belegen.

In der bildlichen Darstellung des Laurentius (er wurde hingerichtet, da er Schätze an Arme verteilte) ist ein Irrtum unterlaufen. Er war nicht Bischof, sondern Diakon.

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Notrufnummern

Allgemeiner Notruf Polizei: 110

Kontaktbereichsbeamter
Berlstedt (Di 14-18 Uhr):
036452 - 71987

Kontaktbereichsbeamter
Buttelstedt (Do 15-18 Uhr):
036451 - 73460

Ärztlicher Bereitschaftsdienst:

Mo / Di / Do 19 – 7 Uhr des Folgetages
Mi und Fr 13 – 7 Uhr des Folgetages
Sa / So / Feiertag 7 – 7 Uhr
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
Zahnärztlicher Wochenendbereitschaftsdienst: 0180 5908077

Allgemeiner Notruf in
lebensbedrohenden Notfällen: 112

 

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