Mittwoch, 23.08.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Geschichte der Gemeinde Ramsla

Ramsla wird erstmals 1119 als Rameslahe in einer Urkunde des Erzbischof Adalbert von Mainz erwähnt als Graf Wichmann am 13. September 1119 dem Marienstift zu Erfurt 10 Kirchen übereignete, und erscheint 1211 als Ramsla. Sprachlich gehört der Ortsname zum ahd. Rams - Bärenlauch und lohe - Wald.

Im Mittelalter ist grundherrlicher Besitz der Reichsabtei Fulda, der Grafen von Gleichen, der Klöster Paulinzella und Pforte sowie des Marienstifts nachweisbar. Als gräfliches Lehen gehörte es der Familie von Vippach.

Die Bevölkerung lebte von der Landwirtschaft, wobei der Waidanbau im 16. Jh. eine große Rolle spielte. Die landwirtschaftliche Besitzstruktur war klein- und mittelbäuerlich. Im 19. Jh. wurde hier eine bedeutende Imkerei betrieben. Die Zahl der Handwerksbetriebe war verhältnismäßig groß, vor allem Strumpfwirker und Leinweber waren stark vertreten (1727 - 20 Wirkstühle).

Der Ort wird am Ende des 19. Jh. als eine Gemeinde beschrieben, deren Bevölkerung zum Teil aus Bauern bestand, die sich aber auch aus Tagelöhnern, Waldarbeitern, und kleinen Handwerkern zusammensetzte, die alle ihren Ackerbesitz hatten. Auswärtig arbeitende gab es noch nicht.

Die Kirche wird erstmals 1119, die Pfarrei dagegen erstmals 1468 genannt. Die Schule findet 1578 erstmalig Erwähnung und hatte auch 1945 nur einen Lehrer. Der Erstbau der Kirche auf dem Dorfplatz wird im 14. bis 15. Jh. entstanden sein. Nach Zerstörung und Zerfall erfolgte 1697 ein umfassender Um- bzw. Neubau der Sankt-Johannes-Sapista-Kirche. 1702 wurde das hölzerne Tonnengewölbe des Schiffes und die Emporenbrüstung mit biblischen Szenen bemalt. Nach einer sehr schwierigen Sanierung konnte die Kirche am 15.05.1988 mit der Predigt des ehemaligen Bischofs Braecklein mit dem Wiedereinweihungsgottesdienst übergeben werden. Seitdem zählt die Kirche von Ramsla zu den schönsten im Thüringer Land.

Bereits im Jahr 1900 gaben der Ortsgeistliche Adjutant Göhring und der angesehene Bürger Eduard Wittig die ersten Anstöße zur Bildung eines Fonds für eine Kinderbewahranstalt. Pauline, Erbgroßherzogin von Sachsen-Weimar-Eisenach, war ebenfalls unterstützend tätig und übernahm das "Patronat". Im Sommer 1900 wurde der Grundstein gelegt und schon am 10. Februar 1901 konnte das Haus feierlich unter reger Beteiligung der Ortsbewohner eingeweiht werden. Der Kindergarten "Paulinenstift" ist der erste Kindergarten weit und breit und damit eine der ältesten Einrichtungen. Das "Paulinenstift" kann auf eine bewegte Geschichte zurückblicken und ist noch heute eine wichtige Einrichtung in der Gemeinde Ramsla. 2007 wurde durch die Gemeinde ein neuer Spielplatz für die Einrichung für ca. 55.000 Euro gebaut. Seit 2008 ist die Kindertagesstätte in Trägerschaft der VG Nordkreis Weimar. Von März bis Juni 2009 ist der Neubau des Dachgeschosses, die Dämmung der Fassade sowie die Instandsetzung der Erdgeschossräume erfolgt, also eine fast vollständige Sanierung des Objektes.

2001 bis 2003 wurde mit viel Fleiß und persönlichem Einsatz ein Dorfgemeinschaftshaus mit einer modernen Kegelbahn, Vereinszimmer und Multifunktionsraum gebaut. Im Juni 2008 wurde die Bahnanlage der Kegelbahn noch einmal modernisiert um die Normen als Wettkampfbahn für den Kegelsport weiterhin zu erfüllen.

Im Juni 2007 beging Ramsla seine 888 Jahrfeier, und der Heimatverein Ramsla e.V. gründete sich.

In der zweiten Jahreshälfte 2010 wurde das Dachgeschoss des Dorfgemeinschaftshauses umgebaut. Ein zweiter Fluchtweg mit Außentreppe sowie verschiedene Brandschutzmaßnahmen wurden umgesetzt. Weiterhin kaufte die Gemeinde das leerstehende und unansehnliche Immobilienobjekt Ottmannshäuser Straße 14, riss es ab und schuf mit Fördermitteln des Landes eine modern gestaltete Freifläche mit 5 Pkw-Stellplätzen.

2011 war das Startjahr der Dorferneuerung. Die Straßenbeleuchtung in der Weimarischen Straße wurde erneuert und eine Platzgestaltung am "Kleinen Dörfchen" durchgeführt. 2012 folgte die Erneuerung des Gehweges in der Schwerstedter Straße und das Land sanierte in der Ortslage die Straßenoberfläche der Landesstraße. Auch der Waidstein bekam 2012 seinen Ehrenplatz, Sieghart Schäfer und Uwe Reifert schufen das kleine Denkmal. Im Sommer 2013 wurde die Ottmannshauser Straße mit Fördermitteln in die Kur genommen. So wurden Gehwege und Einfahrten neu gestaltet, die Elektro- und Wasseranschlüsse erneuert, die Oberleitungsmasten aus Beton entfernt und eine neue Straßenbeleuchtung installiert.

Auch um Ramsla lädt die flache bis hügelige Landschaft zum Wandern und Radeln ein.

Notrufnummern

Allgemeiner Notruf Polizei: 110

Kontaktbereichsbeamter
Berlstedt (Di 14-18 Uhr):
036452 - 71987

Kontaktbereichsbeamter
Buttelstedt (Do 15-18 Uhr):
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Ärztlicher Bereitschaftsdienst:

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Mi und Fr 13 – 7 Uhr des Folgetages
Sa / So / Feiertag 7 – 7 Uhr
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
Zahnärztlicher Wochenendbereitschaftsdienst: 0180 5908077

Allgemeiner Notruf in
lebensbedrohenden Notfällen: 112

 

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