Montag, 21.08.2017
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Verwaltungsgemeinschaft
NORDKREIS
WEIMAR

Geschichte der Gemeinde Vippachedelhausen

Vippachedelhausen ist ein an der Vippach gelegenes Straßenndorf, dessen räumlicher Mittelpunkt ein großer dreieckiger Platz ist (Alexanderplatz). In westlicher Richtung schließt sich ein Straßendorfteil (Bachstedter Straße) an. Am Südwestrand des Dorfes befand sich die Wasserburg, von der noch Reste der Befestigungsanlage zu finden sind.

Eine genaue urkundliche Ersterwähnung für Vippachedelhausen erweist sich durch die vielen Vippachorte als schwierig. Die erste sichere Erwähnung liegt verhältnismäßig spät, in der Urkunde von 1328 (STA Marburg) vor, in der von einem Dietrich von Vippach "residente in Videlnhusen" die Rede ist. Der Ort hieß bis ins 16.Jh. Fiedelhausen, erst in der neueren Zeit setzte sich Vippachedelhausen durch. Der Name bedeutet Siedlung des Fidelo (germ. Personenname).

Im Mittelalter gibt es grundherrlichen Besitz der Grafen von Weimar - Orlamünde. Das Rittergut hat einen häufigen Besitzwechsel hinter sich. 1635 erscheinen 2 Güter, um 1765 wird das Gut wieder vereint. Das Herrenhaus stammt von 1795.

Die Wirtschaftstruktur wird von der Landwirtschaft bestimmt. Im 17. Jahrhundert wurde sogar Weinanbau betrieben. Die Besitzverhältnisse waren trotz des Rittergutes überwiegend mittelbäuerlich. Im 19 Jh. siedelte sich Leinweberei an. Das Handwerk hatte überörtliche Bedeutung, sank aber wieder ab. Im Ort befand sich eine Wassermühle, später auch eine Windmühle.

Der erste Lehrer wird 1594 genannt. Bis 12.09.1945 gab es weiterhin nur eine Lehrkraft.

Eine Pfarrei wird erstmals 1346 genannt, das Patronat gehörte den Grafen von Weimar - Orlamünde. Blickpunkt bildet die auf dem Friedhof gelegene stattliche gotische Kirche. Sie gliedert sich in ein langgestrecktes vierjochiges Schiff, das polygonale östliche Chorhaupt und einen eingezogenen 3 geschossigen Westturm mit Schweifhaube und Spitze von 1669. Die Kirche weist mehrere Grabsteine Epitaphien und Porträts des 17. - 19. Jh. auf. Im Pfarramt wird ein Kelch aus dem 15. Jh. aufbewahrt.

Die ehemalige Schule wurde 2003 bis 2005 mit Hilfe von Fördermitteln im Rahmen der Dorferneuerung des Landes Thüringen zu einem sehr schönen Dorfgemeinschaftshaus umgebaut und saniert. Auch die gemeindeeigene Kindertagesstätte wurde in den letzten Jahren umfangreich saniert. Die Nachnutzung ehemaliger landwirtschaftlicher Gebäude hat sich durch die Ansiedlung zahlreicher Unternehmen sehr gut gestaltet.

Der erst im Jahr 2003 neu gebaute Radweg entlang der Laura führt in Richtung Neumark über Buttelstedt zum Ilmtal-Radwanderweg. Der Unstrutradweg ist über Markvippach in Richtung Sömmerda zu erreichen.

2007 wird die Ortsdurchfahrt von Vippachedelhausen samt Nebenanlagen grundhaft saniert.

Im November 2008 forstet die Gemeinde über ein vom Forstamt gestütztes Förderprojekt auf dem Palmberg eine Fläche von 5.000 qm auf. Im "kleinen Birkenwäldchen" werden mit Hilfe von 61 Einwohnern 4.800 Bäumchen gepflanzt.

2011 wird die Kindertagesstätte zum Zwecke besserer Funktionalität umgebaut.

Seit geraumer Zeit gibt es auf dem ehemaligen Gutsgelände direkt am Lauraradweg einen Vogelpark, die Erlebniswelt "tirica"- www.tirica.de - , die exotische Vögel und andere Tiere zeigt. Ebenfalls auf dem Gutsgelände befindet sich eine Bowlingbahn mit gastronomischer Betreuung.

Die hügelige Landschaft um Vippachedelhausen und der Speicher laden zum Wandern und Radfahren ein.

Notrufnummern

Allgemeiner Notruf Polizei: 110

Kontaktbereichsbeamter
Berlstedt (Di 14-18 Uhr):
036452 - 71987

Kontaktbereichsbeamter
Buttelstedt (Do 15-18 Uhr):
036451 - 73460

Ärztlicher Bereitschaftsdienst:

Mo / Di / Do 19 – 7 Uhr des Folgetages
Mi und Fr 13 – 7 Uhr des Folgetages
Sa / So / Feiertag 7 – 7 Uhr
Kassenärztlicher Bereitschaftsdienst: 116 117
Zahnärztlicher Wochenendbereitschaftsdienst: 0180 5908077

Allgemeiner Notruf in
lebensbedrohenden Notfällen: 112

 

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